Glossar

KI-Zertifizierungsprozesse

Was ist KI-Zertifizierungsprozesse?

KI-Zertifizierungsprozesse sind Verfahren, in denen eine unabhängige Stelle prüft, ob eine Organisation oder ein KI-System festgelegte Anforderungen erfüllt. Verbreitet ist die Zertifizierung nach ISO/IEC 42001 (veröffentlicht 2023), die ein Managementsystem für den verantwortungsvollen KI-Einsatz beschreibt; die Anforderungen an die prüfenden Stellen regelt ISO/IEC 42006 (2025). Ein solches Zertifikat ist freiwillig und ersetzt nicht die Konformitätsbewertung, die die EU-KI-Verordnung für Hochrisiko-Systeme verlangt (Stand: Oktober 2026).

Themen

  • Zertifizierung
  • ISO/IEC 42001
  • Governance

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Verwandte Begriffe

KI-Regulierungsrahmen

Ein KI-Regulierungsrahmen umfasst Gesetze, Normen und Aufsichtsstrukturen für Entwicklung und Einsatz von KI. Zentral in der EU ist die KI-Verordnung (AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689), die nach Risikostufen unterscheidet: Verbote gelten seit Februar 2025, Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck seit August 2025, Transparenzpflichten seit August 2026. Nach dem „digitalen Omnibus“ (Verordnung (EU) 2026/1744) greifen Hochrisiko-Pflichten erst ab 2. Dezember 2027 bzw. 2. August 2028 (Stand: Oktober 2026; keine Rechtsberatung).

  • Regulierung
  • EU AI Act
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Daten-Governance

Daten-Governance umfasst die Regeln, Rollen und Prozesse, mit denen eine Organisation festlegt, wer welche Daten erheben, nutzen, ändern und löschen darf. Dazu gehören Verantwortlichkeiten für Datenqualität, Zugriffsrechte, Aufbewahrungsfristen und die Einhaltung von Datenschutzvorgaben. Für KI-Projekte ist sie besonders wichtig, weil Modelle und Agenten nur so verlässlich arbeiten wie die Daten, auf die sie zugreifen.

  • Datenmanagement
  • Compliance
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Compliance-Berichterstattung

Compliance-Berichterstattung bezeichnet die regelmäßige, nachvollziehbare Dokumentation, ob ein Unternehmen gesetzliche Vorgaben, Normen und interne Richtlinien einhält. Ein solcher Bericht beschreibt Zeitraum und Geltungsbereich, den Stand je Anforderung, Abweichungen sowie Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen. Er dient Geschäftsführung, Aufsichtsgremien, Prüfern oder Behörden als Nachweis, etwa zu Datenschutz oder Informationssicherheit.

  • Compliance
  • Bericht
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Vorlage

KI-Aufsichtsorgane

KI-Aufsichtsorgane sind Behörden und Gremien, die die Einhaltung von KI-Regeln überwachen. Auf EU-Ebene koordiniert das AI Office der Europäischen Kommission die Umsetzung des AI Act und beaufsichtigt KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck. In Deutschland ist nach dem Durchführungsgesetz KI-MIG (in Kraft seit 29. Juli 2026) die Bundesnetzagentur zentrale Marktüberwachungsbehörde; Fachaufsichten wie die BaFin bleiben zuständig. Hochrisiko-Pflichten gelten nach dem Digital Omnibus erst ab Dezember 2027 bzw. August 2028 (Stand: Oktober 2026; keine Rechtsberatung).

  • Regulierung
  • EU AI Act
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