Glossar

Neuromorphes Computing

Was ist Neuromorphes Computing?

Neuromorphes Computing ist ein Ansatz für Hardware und Software, der sich am Aufbau des Gehirns orientiert. Statt Daten taktgesteuert zwischen getrenntem Speicher und Prozessor zu verschieben, arbeiten künstliche Neuronen und Synapsen parallel und reagieren nur auf Ereignisse, sogenannte Spikes. Das verspricht sehr niedrigen Energieverbrauch, etwa für Sensoren oder Roboter. Bekannte Forschungschips sind Intel Loihi und IBM TrueNorth; breite kommerzielle Nutzung steht noch am Anfang.

Themen

  • Hardware
  • Forschung
  • Energieeffizienz

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Verwandte Begriffe

Künstliche neuronale Netze (KNN)

Künstliche neuronale Netze (KNN) sind Rechenmodelle aus vielen verbundenen Einheiten („Neuronen“), die in Schichten angeordnet sind und Eingaben über gewichtete Verbindungen verarbeiten. Beim Training werden die Gewichte anhand von Beispielen schrittweise angepasst, meist per Backpropagation. KNN sind die Grundlage des Deep Learning und stecken in Bilderkennung, Spracherkennung und großen Sprachmodellen. Trotz des biologischen Vorbilds funktionieren sie deutlich einfacher als das menschliche Gehirn.

  • Deep Learning
  • KI-Grundlagen
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Anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC)

Eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC) ist ein Chip, der für genau eine Aufgabe entworfen wird, statt wie ein Hauptprozessor vieles zu können. Im KI-Bereich sind ASICs auf die Rechenoperationen neuronaler Netze zugeschnitten, etwa Googles Tensor Processing Units (TPUs). Sie arbeiten dafür schneller und energiesparender als Allzweckchips, sind aber teuer in der Entwicklung und kaum an neue Aufgaben anpassbar.

  • Hardware
  • Chips
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Quantencomputing

Quantencomputing nutzt Effekte der Quantenphysik wie Überlagerung und Verschränkung, um mit Qubits statt mit klassischen Bits zu rechnen. Für bestimmte Aufgaben – etwa die Simulation von Molekülen, manche Optimierungsprobleme oder das Brechen heutiger Verschlüsselungsverfahren – werden große Geschwindigkeitsvorteile erwartet. Die Geräte sind jedoch noch fehleranfällig und überwiegend in Forschung und Pilotprojekten im Einsatz (Stand: Oktober 2026). Für heutige KI-Anwendungen spielt Quantencomputing praktisch noch keine Rolle.

  • Hardware
  • Quantenphysik
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Kognitives Computing

Kognitives Computing ist ein Sammelbegriff für Systeme, die menschliche Denkprozesse wie Verstehen von Sprache, Schlussfolgern und Lernen aus Erfahrung nachbilden sollen, um Menschen bei Entscheidungen zu unterstützen. Bekannt wurde der Begriff in den 2010er-Jahren vor allem durch IBM Watson. Er kombiniert Verfahren wie Sprachverarbeitung, maschinelles Lernen und Wissensrepräsentation; heute wird stattdessen meist von KI-Assistenten oder Sprachmodellen gesprochen.

  • KI-Grundlagen
  • Entscheidungsunterstützung
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