Glossar

Kognitive Karte

Was ist Kognitive Karte?

Eine kognitive Karte ist ursprünglich ein Begriff aus der Psychologie und beschreibt die innere Vorstellung, die sich Menschen oder Tiere von ihrer Umgebung machen. In Management und KI bezeichnet er zudem grafische Modelle, die Begriffe als Knoten und ihre Ursache-Wirkungs-Beziehungen als gewichtete Pfeile darstellen, etwa als „Fuzzy Cognitive Maps“. Solche Karten helfen, Expertenwissen zu strukturieren und Szenarien durchzuspielen, zum Beispiel, wie sich Preisänderungen auf Nachfrage und Lagerbestand auswirken.

Themen

  • Wissensmodell
  • Kausalität
  • Psychologie

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Verwandte Begriffe

Wissensengineering

Wissensengineering (Knowledge Engineering) umfasst das Erheben, Ordnen und Aufbereiten von Fachwissen, damit IT-Systeme es nutzen können. Ursprünglich ging es um Regeln für Expertensysteme; heute steht oft im Vordergrund, verstreutes Wissen aus Handbüchern, Prozessbeschreibungen und Köpfen so zu dokumentieren, dass KI-Agenten daraus verlässlich antworten. Dazu gehören klare Strukturen, aktuelle Quellen, eindeutige Zuständigkeiten und das Schließen erkannter Lücken.

  • Wissensmanagement
  • Beratung
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Vorlage

Ontologie

Eine Ontologie ist in der Informatik ein formales Modell eines Fachgebiets: Sie legt Begriffe, ihre Eigenschaften und die Beziehungen zwischen ihnen eindeutig fest. Dadurch können Menschen und Maschinen Daten einheitlich interpretieren und Schlüsse daraus ziehen. Ontologien bilden die Grundlage vieler Wissensgraphen, semantischer Suchen und Datenintegrationen. Beispiel: In einer Produktontologie ist festgelegt, dass ein „E-Bike“ ein „Fahrrad“ ist und einen „Akku“ besitzt.

  • Wissensmodellierung
  • Semantik
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Kausale Inferenz

Kausale Inferenz umfasst Methoden, mit denen sich Ursache-Wirkungs-Beziehungen aus Daten ableiten lassen, statt nur Zusammenhänge festzustellen. Sie beantwortet Fragen wie „Was wäre passiert, wenn wir die Maßnahme nicht umgesetzt hätten?“. Werkzeuge sind etwa randomisierte Experimente wie A/B-Tests, Kausalgraphen oder statistische Verfahren für Beobachtungsdaten. Beispiel: prüfen, ob eine Rabattaktion den Umsatz tatsächlich gesteigert hat oder ob er saisonbedingt ohnehin gestiegen wäre.

  • Statistik
  • Ursache und Wirkung
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Bayessche Netzwerke

Bayessche Netzwerke sind grafische Modelle, die Variablen als Knoten und ihre Wahrscheinlichkeitsabhängigkeiten als gerichtete Pfeile darstellen. Mit dem Satz von Bayes lässt sich daraus berechnen, wie sich neue Beobachtungen auf die Wahrscheinlichkeit anderer Ereignisse auswirken. Ein Beispiel ist die Diagnoseunterstützung: Aus beobachteten Symptomen wird abgeschätzt, welche Ursache am wahrscheinlichsten ist. Vorteile sind Nachvollziehbarkeit und der Umgang mit unsicheren oder lückenhaften Daten.

  • Wahrscheinlichkeit
  • Grafische Modelle
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